Blogs: Die Top Ten Sünden beim Umgang damit
10. Senden von vermischten Mitteilungen
Der Fokus Ihres Blogs sollte vor dem Posten und Abschicken entschieden werden. Zufällige Blogeinträge über eine Variation von Themen kann bei einem persönlichen Blog für Ihre Freunde oder Familie ganz nett sein, ist aber keine professionelle und ernste Annäherung an Blogeinträge. Der Lebensfaden eines jeden Blogs ist seine loyale Abonnentengruppe. Und die Leser werden lieber einen Blog abonnieren, der konstant einen bestimmten Bereich von Themen abdeckt. Wenn die “Persönlichkeit” Ihres Blogs irgendwelche merkwürdigen persönlichen Einträge enthält, erstellen Sie lieber eine separate Kategorie namens “Fun Stuff”, Zufällige Einträge” oder “Persönliches”, und denken daran, ob Ihr Blogeintrag mit den Wünschen Ihrer Zielgruppe übereinstimmt, bevor Sie ihn veröffentlichen. Oder Sie starten einen eigenen Blog über dieses Thema und verlinken Ihren Blog.
9. Machen auch Sie das Abonnieren schwer?
Weil Abonnenten ein so wichtiger Aspekt des Blogerfolges sind, müssen Sie es dem User so einfach wie möglich machen, sich in die Abonnentenliste einzutragen. Weil nicht alle User RSS Feed Aggregatoren wie Feedburner und Bloglines (auch Newsreader genannt) benutzen und verstehen, bieten Sie beides an: Email und RSS. Gestalten Sie diese Option offensichtlich und plazieren Sie sie oben an Ihrem Navigationsmenü.
Seien Sie nicht zaghaft, wenn es am Ende des Blogs an die Frage des Abonnements geht. Chicklets sind Mini-Icons, die es einfach machen, den Blog dem Feed Aggregator und Social Bookmark Sites wie del.icio.us und Netvouz mit einem Klick hinzuzufügen. Sie können mehr über das Hinzufügen von Chicklets erfahren, wenn Sie den “Chicklet Creator” benutzen. Sollten Sie kostenlose Blogsoftware und Hosting nutzen, könnte es unmöglich sein, diese Extrafunktionen zu nutzen. Also planen Sie voraus wenn es um die Plattform geht.
8. Unregelmäßiges Posting
Sie haben also jetzt eine loyale Fanbasis, die bei jedem neuen Beitrag benachrichtigt werden. Enttäuschen Sie sie nicht mit Zeitverzögerungen zwischen den Beiträgen. Entscheiden Sie Sich für einen realistischen Beitrags-Terminplan und halten Sich daran. Wenn Ihnen nichts einfällt, worüber Sie posten könnten, dann bringen Sie lieber einen Beitrag über einen anderen Blog, der zu Ihrem Thema passt und fügen einen Backlink zu diesem Beitrag ein. Tut dies Ihrem Blog weh, wenn Sie Abonnenten an einen anderen Blog weiterleiten? Nein, nicht im Geringsten, weil Sie immer noch etwas nützliches anbieten anstelle irgendwas zu bringen. Sie können bei dem anderen Blog auch einen Kommentar oder Trackback auf Ihren eigenen Blog hinterlassen, was den Traffic wieder zurück zu Ihrem Blog leitet. Bloggers beobachten oft Ihre Trackbacks oder ankommenden Links durch Technorati, PubSub oder andere Services. Sie könnten als Dank auch über Sie bloggen.
7. Keine Kontakt Info
Einige Blogs bringen es fertig, anonaym zu posten. Aber wenn Ihre Webseite für richtiges Business gedacht ist, ist es schwer, einen bidirektionalen Dialog zu führen, wenn Sie es unmöglich machen, Sie zu kontaktieren. Transparenz ist eine fundamentale Vorraussetzung, wenn es um Vertrauen im Web geht. Und Sie wollen doch nicht, daß User Ihren angesehenen Blog verwechseln mit “splog” (spammy blog, der Content von anderen Websites klaut). Wenn Sie Ihre Email Adresse wegen Spammern nicht veröffentlichen wollen, können Sie trotzdem Kommentare in Ihren Posts möglich machen. Und Sie werden eben auch mit Spam versorgt werden, das ist die Realität auf dem Web. WordPress Blogs arbeitet mit Akismet Anti-Spam, was den meisten Spam gut abfängt. Normalerweise haben Sie die Option, Kommentare zu moderieren, bevor sie auf dem Blog veröffentlicht werden.
6. Kommentare nicht moderieren?
Allem und Jedem zu erlauben, was immer sie wollen auf Ihrem Blog zu posten, ist gerade so, als würden Sie um Spam bitten. Es nervt Ihre Leser nicht nur, sondern schraubt auch die Professionalität Ihres Blogs herunter.
5. Exzessive Werbung
Es ist gut, wenn Sie Ihren Blog zu Geld machen und Affiliate Links benutzen, solange diese den User nicht ablenken und den eigentlich guten Content überlagern. Wenn Werbung auf der ganzen Seite erscheint und sogar mitten im Blog aufpoppt, dann leidet die Benutzerpraxis darunter. Vermeiden Sie Contextwerbung – Programme, die Worte im Post hervorheben, als seien sie Hyperlinks aber eine Werbung aufpoppen lassen, wenn man mit der Maus darüberfährt. Genau so wie Dinge anklickbar erscheinen, die es gar nicht sind ein Problem der Benutzerfreundlichkeit darstellen, verführt man User auf Werbung zu klicken und anzusehen, die aussehen wie Hyperlinks. Wenn also Ihr Blog noch sehr neu ist, ist es eine gute Idee, mit der Werbung zu warten, bis Sie eine History von guten Blogeinträgen aufgebaut haben.
4. Keine Verlinkung zu Posts
Wenn Sie sich auf etwas beziehen, was auch irgendwo im Web gefunden werden kann, wie eine neue Geschichte, eine weitere Geschäftsidee, Person oder weiterer Blogbeitrag (entweder Ihr eigener oder der eines Anderen), erlauben Sie Ihren Lesern, den Hintergrund der ganzen Geschichte herauszufinden. Zurück auf vorangegangene Einträge zu verlinken baut eine gute Seitenstärke für diese Posts auf und kann sehr hilfreich für das Ranking Ihrer Seite bei Suchmaschinen sein. Denken Sie sich nichts dabei, wenn Sie von Ihrer Seite weg verlinken, diese Großzügigkeit hilft, Aufmerksamkeit von anderen Bloggern auf Ihre Seite zu lenken. Es ist doch nett, Anerkennung zu geben, wenn sie angebracht ist.
3. Dunkler Hintergrund, heller Text
Was jahrelang als Faustformel galt, trifft mehr denn je auf Blogs zu. Alles, was es schwierig macht, Ihre Blogs zu lesen gilt es zu vermeiden. Bedenken Sie, es ist schwieriger, online als offline zu lesen. Das schlimmste Übel für die Augen ist weisser Text auf schwarzem Hintergrund, kombiniert mit niedrigem Kontrast sowie schwarz mit rot und unruhig gemustertem Hintergrund. Und es ist eine gute Idee, Blöcke mit rotem Text, auch auf weissem Hintergrund zu vermeiden.
2. Keine Suchbox
Wiederkehrende Besucher können sich vielleicht nicht an einen Post erinnern, der nicht intuitiv innerhalb Ihrer Navigation oder Tagsystem zu finden ist. Reguläre Leser wollen vielleicht auch ihre eigenen Kommentare finden. Also ermöglichen Sie dies, indem Sie eine Suchbox irgendwo in Ihrem Layout plazieren.
1. Navigation verstecken?
Die meiste Blog Software kommt mit einer Vielzahl von hübschen Templates, damit sie genau wie Ihre Webseite aussieht. Aber nicht jedes dieser Templates sind optimal benutzerfreundlich Templates, die den User veranlassen, ganz nach unten an das Ende des Blogs zu scrollen, weil sich die Navigation dort befindet sollten nicht die erste Wahl sein. Bleiben Sie bei der konventionellen rechten oder linken Navigation.
Das größte Geschenk der Massenmedien an an das World Wide Web ist die Fähigkeit Beiträge nach Thema bzw. Inhalt zu markieren und automatisch Navigationskategorien zu erstellen. User können beliebig nach Themen suchen, und innerhalb Ihres Blogs ihre Suche weiter verfeinern nach weiteren Unterthemen. Dies hilft natürlich auch, wenn User Ihre Blogs auf Portalen wie Technorati finden sollen.
Sie haben ja auch die Möglichkeit, Kalender, Archive und Taggruppen einzubauen Was nützlich sein kann – oder auch nicht. Was in jedem Fall aber die Seite voll stopft. Behalten Sie im Hinterkopf, daß weniger oft auch mehr sein kann.
Zusammenfassung
Nehmen Sie sich Zeit, um die Werthaltigkeit Ihres Blogs zu überprüfen, sehen Sie ihn aus der Sicht Ihrer Besucher, und Sie können große Schritte hinsichtlich der Benutzerfreundlichkeit tun. Wenn Sie darüber nachdenken, was genau die Benutzerfreundlichkeit Ihres Blogs ausmacht, bevor Sie zu bloggen beginnen, verhilft Ihnen gleich vom Start weg zu einem erfolgreichen Blog.
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Über den Autor: Michael Kraus ist international anerkannter Marketingprofi und SEO Spezialist und hat im Laufe seiner Laufbahn alle Höhen und Tiefen der “DotCom”-Ära miterlebt. Er referiert heute auf internationalen IT Tagungen, leitet Workshops zu verschiedensten Themen des Internetmarketing und ist Mitbegründer des Webmasterportals Whizbiz.
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