Webdesign: Versauen Sie Ihre Marketingerfolge nicht mit miesem Websitedesign
Sie haben nun also eine Suchmaschinen-Werbestrategie eingeschlagen, vielleicht sogar mit SEO. Ob Sie das nun selbst erledigen oder die ganze Sache an eine Marketingagentur übergeben – es gibt einige Schlüsselpunkte, derer Sie sich im Klaren sein müssen.
Wenn Sie sie ausser Acht lassen, werden Sie das an Ihren Umsätzen spüren.
Wofür taugt der erste Platz in den Suchergebnislisten oder als AdWords-Platzierung, wenn Sie dadurch den Umsatz nicht ankurbeln oder die Anzahl der Verkaufskontakte nicht spürbar ansteigt?
Allzu oft ertappen wir uns dabei, daß wir uns zu sehr auf´s Internetmarketing fokussieren, auf die Werbung und das Angebot, daß wir vergessen, den ganzen Prozess Schritt-für-Schritt durchzugehen und den Vorgang aus den Augen unserer Besucher zu sehen.
Täten wir das, so sähen wir das “ganze Bild” und fingen Probleme bereits frühzeitig ab, bevor sie entstehen.
Begegnen Sie der Besorgnis Ihrer Besucher
Wenn Leute auf unserer Webseite sind, ist es vollkommen natürlich, daß sie besorgt sind. Kein Wunder, wenn man all diesen Mist ansieht, der im Internet angeboten wird und all diese „zu-schön-um-wahr-zu-sein“-Angebote und Leistungen…
Aber wenn Sie und ich „wirkliche“ Produkte und Dienstleistungen anbieten, müssen wir diesen Vorbehalten begegnen und sie entkräften, auch dann, wenn wir unsere Besucher fair behandeln und keine überzogenen Behauptungen aufstellen, was erfahrungsgemäß seltener anzutreffen sein dürfte.
Wie können wir also diese Vorbehalte überwinden?
1. Bieten Sie mehr als eine “Ein-Seiten-Website”. Glaubwürdige Unternehmen haben eine Vielzahl von Seiten einschließlich Datenschutzklauseln, Benutzerrichtlinien, Allgemeine Geschäftsbedingungen, Service- und „über uns“-Seiten.
Diese haben auch mehr wie nur eine Seite über ihr Produkt oder Ihre Dienstleitung.
Ich bin immer wiedererstaunt über die Anzahl der “ein-Seiten-Websites”, sogar bei Firmen, die richtig große Werbung für ihre Produkte machen. Oftmals ist das Kaufformular gleich mit auf dieser einen Seite. (Von einer sicheren Onlineverbindung bei Creditkartenkäufen ganz zu schweigen!).
Websites mit nur einer Seite kommen nicht glaubwürdig rüber. Und das Kaufformular gleich mit auf dieser Seite hat einen „Brechstangenbeigeschmack“.
Schert sich denn dieser Seitentypus nur um das Geschäft und nicht um seine Kunden? Warum sollte da der Kaufwunsch auftauchen, bei einer solchen Firma zu kaufen?
Welche Marketingagentur verbirgt sich dahinter oder wurde überhaupt eine eingesetzt?
2. Gleich neben jedem Button, egal welchen, plazieren Sie bitte deutlich den Hinweis, daß Sie private Informationen Ihrer Kunden weder weitergeben noch verkaufen – wenn Sie es denn auch tun! Haben Sie eine Datenschutzerklärung, die hier auch gleich verlinkt sein könnte?
3. Kommunizieren Sie effektiv über den Wert Ihres Angebotes, Werbeprofis nennen dies den „Unique Selling Proposition“ (USP) herausstellen. Wenn Sie jetzt noch nicht wissen, warum Ihre Besucher Ihre Produkte anstelle die des Wettbewerbes kaufen sollten, ist es jetzt höchste Zeit, das herauszufinden. (Ganz nebenbei, was meine Erfahrung angeht, sind Sie nicht die einzigen, die Ihre eigenen Vorteile nicht kennen).
Aber unsere Webseiten müssen mehr als nur das bringen. Es muss um unsere Besucher gehen. Was ist drin für unsere Besucher, wenn sie Geschäfte mit uns machen? Welche spezielle Lücke auf dem Marktplatz können wir füllen?
Gerade als Kleingewerbetreibender sollten Sie ein „persönliches Verhältnis“ zu Ihren Besuchern aufbauen und in den Dialog mit ihnen einsteigen
Leute kaufen nicht von Webseiten, sondern von Leuten! Wie also können Sie diesen Grundsatz auf Ihre Webseite hin anwenden?
1. Für viele Kleingewerbe und Einzelunternehmer gilt, daß ihre Webseite ihre Besucher direkt in der ersten Person ansprechen sollte.
Der Text sollte aus Sicht des Besitzers oder des Geschäftsführers verfasst sein. Man sollte tunlichst die dritte Person vermeiden, einheitliches und verallgemeinerndes BlaBla. Werden Sie alle „wir“ und “unsere” los und ersetzen Sie sie durch „ich“. Sprechen Sie in der ersten Person, als würden Sie mit einem Arbeitskollegen sprechen. Versuchen Sie nicht zu klingen, als wären Sie Microsoft!
Und wenn Sie schon mal dran sitze: Seien Sie vorsichtig und überstrapazieren Sie Text über sich selbst nicht, auch nicht das Wort „ich“ oder „wir“, „unsere“ oder „uns“.
Checken Sie mal den WeWe Rechner (Google: wewe calculator). Kontrollieren Sie, ob Sie sich nicht allzu sehr auf Worte über Sie selbst und Ihre Firme fokussieren, sondern auf die Bedürfnisse Ihrer Kunden.
2. Bringen Sie sich auf Ihrer Webseite groß raus, am besten mit Bild!
Sie sind schon ein größeres Geschäft und versuchen, diesen “persönlichen Draht” herzustellen? Dann versuchen Sie mal die Idee von Lumina, ein Unternehmen für Nahrungsmittelergänzung. Deren Kontaktseite wurde derart persönlich und kundenfreundlich, dass sie sogar von Google einzeln indiziert (gelistet) wurde: Google: Lumina Health Contact Us)
Beachten Sie an diesem kleinen Musterbeispiel, wie Lumina ihre Besucher in eine persönliche Beziehung zu ihrem Kundensupport verpackt. Ich selbst erinnere mich immer noch an Sylvester vom Kundenservice, mit dem ich gesprochen habe. Und das vor einem Jahr!
Noch einmal: Leute kaufen von anderen Leuten, nicht von Webseiten!
Das gilt besonders für uns Kleinunternehmer. Warum sollten wir „groß“ klingen und etwas vortäuschen, was wir gar nicht sind? Und warum sollten wir unsere Vorteile wegwerfen, weil wir klein sind: kleiner Overhead, freundlicher, persönlicher Service und Verantwortlichkeit – unter vielen anderen Vorteilen.
Machen Sie jeden Ihrer Marketingschritte zu einem “Smooth Change” , Schritt für Schritt.
Ob Sie nun AdWords oder SEO betreiben, oder beides, stellen Sie nur sicher, daß in Ihrem Titel und der Beschreibung genau steht, was den Besucher auf Ihrer Landingpage erwartet.
Ziemlich oft stelle ich fest, wenn ich meine Einzelunternehmergruppe in Workshops coache oder Online Marketing Consulting betreibe, daß der AdWords Werbetext in den Ergebnislisten der Suchmaschinen gänzlich vom Inhalt der Landinpages abweicht.
Verwirrung-stiften ist noch der bestmögliche Fall. Im schlechtesten Scenario verursacht es einen Verlust an Vertrauen. Gefährlich!
WIR sollten was von unseren Produkten und Leistungen verstehen. Und WIR wissen auch, was wir uns von unseren Besuchern wünschen, die auf unserer Seite sind.
Unser potentielle Kunde versteht das vielleicht auch nicht. WIR müssen so wie der Besucher denken lernen, es aus seiner Sicht sehen, wenn wir erklären, was wir anzubieten haben und wie man unsere Webseite benutzt und welche Vorteile dahinter stehen.
Letzten Herbst wollte ich im Internet ein Grillbesteck kaufen. Die Party näherte sich, als ich feststellte, dass sich unser Grillbesteck um einige unersetzliche Teile dezimiert hatte. Ich hatte meine Kreditkarte in der Hand, ich wusste, was ich wollte und ich wollte es sofort, egal woher. Die erste Seite führte mich über einen Exkurs über die Geschichte des Barbecue, die zweite Seite zwang mich in die Tiefen eines umfangreichen Webshops, wo ich entnervt bei den Plastikgirlanden aufgab. Die dritte führte mich erst zu einer Landingpage, dann eine Doorwaypage, wo ich meine email Adresse abliefern musste, damit ich überhaupt weiterkam. Ich hatte 10 Minuten zu tun, alle Backlaunch-Seiten der „Werbepartner“ und „Sponsoren“ wieder zu schliessen.
Und so weiter.
Die “richtige” Seite hätte hier ein schnelles Geschäft machen können.
Wenn wir unseren Kunden schon von einer Seite auf die andere weiterleiten müssen, dann muss das natürlich, “smoooooth” geschehen. Lassen Sie sich dieses Wort ruhig auf der Zunge zergehen. Wie eine gut abgestimmte Automatik bei einem Auto.
Werben Sie nicht mit einem Text in einer AdWords Werbung auf einer Suchmaschinenseite und karren Besucher damit auf eine Landingpage, die vollkommen anders klingt oder für eine vollkommen andere Werbung konzipiert wurde. Ich stelle dieses Problem oft fest.
Viele Male begegnet mir auch, daß eine erschwingliche Marketingagentur, die sich genau damit auseinandersetzt, was Sie wie tun, leichte und kostengünstige Lösungen anbieten kann, die große Verbesserungen mit Ihrer Suchmaschinenwerbung und Ihren SEO Umsätzen einfahren kann.
Ihr Aktionsplan
Lassen Sie uns noch einmal ansehen, worüber wir gesprochen haben.
Erstens: Wirken Sie den Vorbehalten der Kunden entgegen, indem Sie genügend Seiten anbieten, die Fragen der Besucher über Ihre Firma oder die Produkte und Dienstleitungen beantworten und zugleich Vertrauen aufbauen. Kommunizieren Sie den Wert Ihres Angebotes.
Zweitens: Bringen Sie sich in eine persönliche Beziehung zu Ihren Besuchern und potentiellen Kunden. Vermeiden Sie all diejenigen Worte, die Ihre Besucher abschrecken. Bringen Sie Ihr Bild auf Ihre Webseite.
Drittens: Übergänge von Seite zu Seite und von Schritt zu Schritt im Verkaufsprozess verlaufen natürlich, „eeeeeasy“ und “smooooth”. Wir sollten wissen, was wir von unseren Besuchern erwarten, diese es aber nicht tun, solange wir den Prozess nicht wirklich klar machen können.
Ob Sie für diese Dinge nun selbst “Hand anlegen” oder diese Sache einer Marketingagentur anheim stellen – wenn Sie diese Grundsätze beherzigen, werden die Umsätze Ihrer Suchmaschinenoptimierung und/oder Ihrer Werbeanstrengungen deutlich besser ausfallen.
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Über den Autor: Michael Kraus ist international anerkannter Marketingprofi und SEO Spezialist und hat im Laufe seiner Laufbahn alle Höhen und Tiefen der “DotCom”-Ära miterlebt. Er referiert heute auf internationalen IT Tagungen, leitet Workshops zu verschiedensten Themen des Internetmarketing und ist Mitbegründer des Webmasterportals Whizbiz.
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