Wireless Router & Security: Eine Schritt-für-Schritt Anleitung für Ihre Sicherheit
Das Anschließen eines kabellosen Routers ist einfach. Im wesentlichen schalten Sie Ihr Kabelmodem oder DSL Modem aus und Ihren kabellosen Router ein. Dann verbinden Sie den Router mit einem Kabel an das Modem, und schalten das Modem wieder ein. Das war´s schon, mehr oder weniger. Der Kabelzugangsassistent des Computers erledigt den Rest, erfasst den Router und, solange Ihr ISP keine bestimmten Zugangsvorraussetzungen vorgibt , sind Sie online.
Das Problem ist keineswegs, daß Fremde Ihren Router dazu benutzen könnten, ins Internet zu kommen, sondern weitaus schlimmer, daß, ohne besonderen Schutz Eindringlinge in der Lage sind, alle Daten, die Sie senden und empfangen zu beobachten und auszuspionieren. Bösartige Eindringlinge können sogar auf Ihr internes Netzwerk aufspringen, Ihre Festplatten in Beschlag nehmen und stehlen, editieren, oder eben auch Dateien auf der Platte löschen.
Die gute Nachricht ist die, daß es relativ einfach ist Ihren kabellosen Router abzusichern. Hier sind drei Grundschritte, die Sie unbedingt unternehmen sollten.
1. Passwortschutz für den Zugang zum internen Router Konfigurationsmenü
Um Zugang zum internen Setup des Routers zu bekommen, öffnen Sie den Browser und geben die Setup URL des Routers ein. Die URL steht im Handbuch des Routers. Die URL´s für D-Link und Linksys Router, zwei große Hersteller von kabellosen Routern sind entsprechend http://192.168.0.1 und http://192.168.1.1. Für Linksys Router z.B., lassen Sie den Usernamen frei und geben “admin” (ohne die Anführungs- zeichen) im Passwortfeld ein und drücken enter. Zum Wechseln des Passwortes klicken Sie einfach auf den Passwort Tab und geben Ihr neues Passwort ein. Für andere Router nehmen Sie bitte das Bedienerhandbuch zuhilfe. Alternativ können Sie auch im Internet mit dem Suchbegriff “default login for” danach suchen. Seien Sie nicht überrascht, wenn Sie eine ganz schöne Anzahl von Ergebnisseiten für Login Parameter für viele verschiedenen Router, ja sogar ungewöhnliche bekommen.
2. Änderung des Default SSID (Service Set IDentifier)
Der SSID ist der Name eines WLAN (Wireless Local Area Network). Alle kabellosen Geräte auf einem WLAN benutzen SSIDs zur Kommunikation miteinander. Router werden mit Standard Voreinstellungen des SSIDs ausgeliefert. Zum Beispiel ist die Grundeinstellung des SSID bei Linksys Routern wenig überraschend “Linksys”. Sie können also sehen, wenn Sie die Standardvoreinstellung des SSID Ihres Routers nicht ändern, kann jeder Eindringling, bewaffnet mit ein paar bekannten SSIDs von großen Herstellern jederzeit Ihr kabelloses Netzwerk betreten. Um die SSID zu ändern klicken Sie auf den “wireless tab”. Suchen Sie nach einem Eingabefeld benannt mit SSID. Es befindet sich im oberen Bereich. Geben Sie einen neuen Namen für Ihr Netzwerk ein, benutzen aber bitte nicht Namen wie “Mein Netzwerk”. Finden Sie einen Namen, der schwer zu erraten sein dürfte.
3. Ausserkraftsetzen des SSID Broadcast
Kabellos-fähige Computer nutzen Netzwerksoftware, die automatisch nach ähnlichen SSIDs sucht. Einige der fortschrittlicheren Softwares fragen die SSIDs naher Netzwerke ab und zeigen ihre Namen sogar an. Deswegen hilft der Wechsel des Netzwerknamens nur teilweise um das Netzwerk abzusichern. Um zu verhindern, daß der Netzwerkname entdeckt wird, müssen Sie SSID broadcast ausser Kraft setzen (disable SSID broadcast). Im selben Fenster, in dem Sie den Namen des Netzwerkes geändert haben, sehen Sie auch Optionen für SSID broadcast. Wählen Sie “Disable SSID”, um Ihr Netzwerk unsichtbar zu machen. Jetzt alle Einstellungen sichern und ausloggen. Da Ihr kabelloses Netzwerk jetzt unsichtbar ist, müssen Sie Ihre Computer so konfigurieren, daß sie sich unter dem neuen Namen am Netzwerk anmelden. Unter Windows XP starten Sie, indem Sie auf den “wireless icon” im Meldungsfenster klicken und von dort aus weitermachen. Mithilfe der drei Schritte hat Ihr Netzwerk nun eine Grundsicherheit. Dennoch, wenn Ihnen an einer höheren Sicherheit Ihrer Computer gelegen ist, möchten Sie vielleicht noch einen Schritt weiter gehen. Beispielsweise können Sie:
- den Kanal wechseln, den Ihr Router benutzt, um Daten regelmäßig zu senden und zu empfangen.
- Geräte zurückweisen, die sich zum Router verbinden können, indem sie die MAC (Media Access Control) Addressen ausfiltern.
- Verschlüsselung benutzen wie z.B. WEP und WPA.
Wie bei den meisten Dingen im Leben ist Sicherheit ein Seiltanz zwischen Kosten (Zeit, Geld, Unbequemlichkeit) und Nutzen (Benutzerfreundlichkeit). Es ist eine persönliche Entscheidung Ihrerseits. Wie dem auch sei, für die Mehrzahl aller Heimnutzer bieten die drei Schritte und die WEP/WPA Verschlüsselung eine vernünftige und starke Sicherheit. Die Verschlüsselung anzuschalten, ist ein Doppelschrittprozess. Erstens konfigurieren Sie den Router, damit er einen Verschlüsselungs-Key Ihrer Wahl benutzt. Und dann konfigurieren Sie Ihren Computer, damit er denselben Verschlüsselungs-Key benutzt. Der eigentliche Konfigurationsprozess des Routers für die Verschlüsselung variiert von Router zu Router. Schlagen Sie hierzu auch in Ihrem Handbuch nach. Es gibt natürlich auch noch stärkere Methoden, Sicherheit zu schaffen. Eine starke und robuste Sicherheitsmethode ist RADIUS (Remote Authentication Dial In User Service). Die Benutzung von RADIUS benötigt natürlich weitere Hardware und Software. Aber es gibt Unternehmen, die RADIUS Sicherheit als Abonnementservice anbieten. Die Raten sind vernünftig und sinken stetig. Deswegen sollten Sie, sofern Sie ein Internetbusiness über ein kabelloses Netzwerk betreiben daran denken, Radius zu benutzen, wenn Sie sensible Daten wie Kreditkarteninformationen auf Ihrem PC haben oder viele User zu Ihrem Netzwerk Zugang haben. Da der Servicesektor für RADIUS dynamisch ist und stetig steigt, bringt eine Suche im Internet mit den Begriffen “RADIUS Abonnement” oder “RADIUS Service” wahrscheinlich die besten Ergebnisse.
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Über den Autor: Michael Kraus ist international anerkannter Marketingprofi und SEO Spezialist und hat im Laufe seiner Laufbahn alle Höhen und Tiefen der “DotCom”-Ära miterlebt. Er referiert heute auf internationalen IT Tagungen, leitet Workshops zu verschiedensten Themen des Internetmarketing und ist Mitbegründer des Webmasterportals Whizbiz.
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